Apr 23

Ein Auslandspraktikum Afrika macht sich nicht nur im Lebenslauf gut, es ist gleichzeitig eine einmalige Erfahrung. Man trifft auf einen anderen, neuen Kulturkreis mit vielen Eigenheiten und liebenswürdigen, aber auch fremden und neuartigen Charakteristika, die man nirgends sonst auf der Welt erleben kann. Bei einem Auslandspraktikum kommt man mit den Menschen und dem Alltag in Berührung, so wie er sich in der dortigen Realität abspielt – mehr, als man das bei einem Urlaub jemals könnte.

Arbeiten in Afrika – aber wie?

Gerade in den ärmsten Regionen der Welt gibt es immer Arbeit für Menschen aus den Industrienationen, die mithelfen wollen. Sie richtet sich an alle möglichen Persönlichkeiten, vom Schüler bis hin zur ausgebildeten Fachkraft mit Hochschulabschluss. Möchte man ohne nennenswerte Qualifikationen ein Auslandspraktikum Afrika absolvieren, wendet man sich am besten an eine Organisation, die solche Praktika anbietet. Dort wird man als Schüler, Student, Azubi oder einfacher Interessierter an eine Stelle verwiesen, an der man sich sinnvoll einbringen kann. Je mehr Qualifikationen man hat, desto vielseitiger kann man sich in Afrika einsetzen lassen und beispielsweise Kinder unterrichten oder die Infrastruktur aufbauen. Einige Organisationen bieten Auslandspraktika an, für die man einen gewissen Geldbetrag zahlen muss – sofern es sich bei ihnen um anerkannte Projekte handelt, spricht nichts dagegen. Immerhin ist Afrika eine sehr arme Region der Welt und auch die leitenden Organisationen müssen sich finanzieren. Mit Reichtümern als Verdienst sollte man daher nicht rechnen.

Keine Angst vor körperlicher Arbeit

Fast jedes Auslandspraktikum setzt voraus, dass man vor körperlicher Arbeit nicht zurückschreckt. Gerade in Afrika kann man nicht damit rechnen, ein Praktikum zu bekommen, bei dem man lediglich Schreibtischarbeit leisten kann. Der Kontinent setzt auf Praktikanten, die sich je nach Art des Praktikums auch praktisch einbringen und etwas leisten können und wollen. Wenn man sich beispielsweise am Aufbau einer Schule beteiligt und dort als Lehrer arbeitet, kann es durchaus sein, dass man danach beim Bau des Gebäudes mithelfen muss, damit sich die ersten Fortschritte einstellen.

Die Lebensumstände in Afrika

Wenn man aus der westlichen Welt auf afrikanische Umstände trifft, ist man zunächst sicherlich erstaunt darüber, dass andere Menschen tagtäglich so leben und arbeiten. Wichtig ist, dass man sich rechtzeitig vorher gegen ansteckende Krankheiten impfen und schützen lässt, die in der Region des Praktikums bekannt und gefürchtet sind. Einstellen sollte man sich außerdem darauf, dass der Komfort nicht derselbe wie in Europa sein wird – das klingt zwar selbsterklärend und einleuchtend, doch viele Praktikanten sind dennoch überrascht, wenn sie ankommen. Es kann beispielsweise sein, dass die Toiletten und Duschen provisorisch gelöst sind oder dass man nicht in festen Häusern lebt und schläft, sondern in ebenfalls provisorischen Hütten. Gerade das ist der Sinn des Aufenthalts: Man ist gekommen, um dabei zu helfen, solche Umstände abzuschaffen. Natürlich braucht man eine gewisse Zeit der Eingewöhnung, bevor man mit den Umständen zurechtkommt, doch danach sollte man sie einfach als Ansporn betrachten, etwas im Aufenthaltsland zu bewegen und zu verändern.


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